Rallye Tagebuch
Tag 0 - Die Anreise
Letzte Vorbereitungen sind noch zu treffen:
Energy Drink, Bäume, Proviant und in die Autos muss das Zeug auch noch.
15:00 Abfahrt werden ins Auge gefasst. 17:30
geht’s dann los. Ab nach Minga, n Schwabi abholn!!!
Dort natürlich: Verkehrschaos. Stunden
später dann mit Schwabi ab nach Oberstaufen, wo wir dann auch gegen 23:00
ankommen.
Dort angekommen nehmen wir noch einige
Rollstühle vom Team XXX entgegen und machen uns auf ins Bierzelt, wo wir
bei zünftiger Musik noch das ein oder andere Bierchen verstecken. Der eine
länger, der andere kürzer. Zwischen 2 und 6 Uhr morgens geht’s
dann für uns ins Bett.
Tag 1 - Start
Um 07:00 ist Wecken angesagt. Wir haben wieder
im absoluten Veranstaltungs-Halteverbot geparkt. Direkt vorm Zelt, genau da, wo
die Autos von der Rampe laufen sollen. Also umparken, mit leicht schwerem Kopf.
Dafür finden wir auch gleich die perfekten Pole Positio Parkplätze.
Die Autos sind direkt DER Blickfang.
Dann heisst es erst mal
Weißwurstfrühstück. Angesichts des Vorabends wird aber auf das
Weizen verzichtet.
Um ca. 8.33 geht’s dann los. Das erste
Auto rollt von der Rampe und die Stimmung ist gut, wobei die Teams sich
vorwiegend bei ihren Autos aufhalten und sich startklar machen. Besucherzahlen
halten sich leider etwas in Grenzen.
Erst mal heisst es für uns mal
warten…Team 60 bedeutet auch, dass erst mal ca 150 Autos oder
Motorräder vor uns an der Reihe sind. Ca 10:30 rollen wir dann auf die
Start-Rampe zu: WIR SIND AM START!!!
Die Freude über ein Regensburger Team ist
kaum in Grenzen zu halten ;-) Die Bayern Fahne kommt aber gut an und ein
heimatlicher Fan wünscht noch mal persönlich alles Gute.
Tag 1 - Erste Prüfungen
Auf und nach der Rampe gibt’s dann die
Regeln. Natürlich ist erst mal alles ein wenig anders, als wir es geplant
hatten und wir lesen uns die Details durch.
Erste Neuerung: Die Anzahl der zu befahrenden
Länder ist prinzipiell egal, was unseren - wie sich im Nachhinein
herausstellt - sehr ambitionierten Routenplan etwas über den Haufen wirft.
Also können wir schon mal die Route neu
planen.
Die allgemeine Regel besagt nämlich, dass
täglich vom 1.5. bis zum 9.5. ein Rezept eines typischen lokalen Gerichts
in ein Rezeptbuch übertragen werden muss. Dazu muss auch noch ein lokaler
Wein und ein lokales Wasser erstanden werden. Das ganze ist dann mit einer
Einweg-Kamera zu dokumentieren, genau wie die Übernachtungen und die
täglichen Sonderprüfungen. Die Bilder müssen dann in Syrien
entwickelt werden.
Tag 1 - Die neue Route
Also werfen wir erst mal unsere Route:
Bayern - Schweiz -
Italien - Liechtenstein - Österreich - Slovenien …. - -
über Bord und planen eine schöne
Küsten und Bergroute:
Bayern - Österreich - Italien - Slovenien
- Kroatien - Bosnien-Herzegowina - Kroatien - Montenegro - Albanien -
Mazedonien - Bulgarien - Griechenland - Türkei - Syrien - Jordanien
Tag 1: Die ersten Prüfungen
Dann geht es los: Die ersten Prüfungen im
Allgäu stehen an. Erst mal nehmen holen wir einen Sixpack Bier in Missen
ab, den es gilt nach Jordanien zu befördern. Wir nehmen gleich noch einen
zweiten mit, damit die Versuchung nicht so groß wird.
Weiter geht’s dann nach Stieffenhofen.
Dort haben Schulkinder der dritten und vierten Klasse der hieigen Schule Bilder
gemalt, deren drei wir auch mit auf unsere Reise nehmen, um sie in Syrien im
Kinderheim zu übergeben. Die Kids der dritten Klasse sind voll begeistert
und er
Danach geht’s weiter zur Käseprobe
nach Diepholz. Hier gilt es, aus drei Käsesorten den Allgäuer
Bier-Käse herauszuschmecken. Unser Gourmet-Team löst die Aufgabe mit
Bravur und findet auch noch den Beruf des Allgäuer Landrates heraus (auch
das eine Aufgabe). Der hat nämlich seines Zeichens
„Käser“ gelernt.
Weil es uns auf der
Käseverkostungshütte mit Blick auf d’Alm so gut gefällt,
gibt’s dort auch noch schön gemütlich einen guten Schweizer
Wurstsalat, bevor wir uns auf die Odyssee Richtung Orient machen.
Also geht’s auf zum Brenner und
über Österreich nach Italien, wo wir dann auch gemütlich bis
etwa Mitternacht über die Landstraße fahren, bis wir
beschließen, im schönen Montebellaluna unser Nachtlager
aufzuschlagen. Da weder Campingplatz, noch eine andere Unterkunft zu dieser
späten Stunde zu erblicken ist, wird das Zelt aufgeschlagen, oder gleich
unter dem freien Himmel geschlafen.
Fazit: Ein erfolgreicher gemütlicher
erster Rallye Tag.
Tag 2: Italien und Slowenien
Wir nehmen gegen 07:00 wieder die Fahrt auf
und fahren in das nächstes Örtchen, um zu Frühstücken. Es
gibt lecker Capuccino und Latte Macciatto, dazu Croissants du
Plundergebäck.
Danach geht es direkt an die erste Aufgabe des
Tages. Wir müssen eine Postkarte an die Jordansche Prinzessin schicken.
Einziges problem: es ist Feiertag: 1.Mai. Aber ein Tabak-Laden mit
Briefmarkenverkauf ist schnell gefunden. Die Karte findet sich nach kurzem
Suchen auch ohne Probleme und wir schicken die Karte ab.
Weiter geht’s zum Mittag essen. Am
Straßenrand entdecken wir ein Weingut und halten direkt an. 3 Fliegen mit
einer Klappe, denken wir. Es gibt Gnocci mit Räucherkäse und leckeren
Rotwein. Das Rezept gibt es auch gleich noch dazu. Italienischer Wein und das
Wasser sind auch kein Problem. Damit haben wir dann auch schon alle
Tagesaufgaben erfüllt und fahren weiter zur Slowenischen Grenze. Hier geht
es problemlos weiter. Allerdings herrscht hier allgemeine Maut-Pflicht und kaum
Strecken, also Vignette auf die Scheibe geklebt und weiter. Slowenien
durchqueren wir relativ schnell und kommen an die kroatische Grenze. Die
slowenische Grenzbeamtin ist ganz angetan von unseren Rallyeautos und unterschreibt
direkt auf unserem Kofferraum.
Tag 2: Kroatien
Weiter geht’s an der Kroatischen
Küste entlang. Die Landschaft ist wirklich schön. Leider
unterschätzen wir zeitmäßig die Route ein wenig und kommen nur
sehr langsam voran. Gegen 17:30 kommen wir in Rijeka an, wo wir uns von einem
Taxi zu den Eltern einer Bekannten lotsen lassen. Hier lassen wir uns schon mal
mit Rezepten für ein kroatisches Gericht inspirieren und entspannen bei
einem Kaffee. Dann geht es weiter. Wir wollen auf jeden Fall noch an Split vorbei
kommen, was wir dann auch zwischen 1 und 2 Uhr schaffen. In eine Ort direkt
hinter Split wollen wir dann unser Lager aufschlagen. Das ist allerdings etwas
schwierig, da um diese Uhrzeit nichts mehr geöffnet scheint. Bei einem
Schild „Auto Camp“ fahren wir in einen wie wir es auffassten eher
als Privatgarten zu bezeichneten Hof, wo wir dann unter einer Palme unsere
Autos und gleichzeitig auch Schlafstätten abstellten. „Wird schon
passen“ sagen wir und legen uns schlafen, nachdem wir ein Foto geschossne
haben.
Tag 3: Kroatien
Die Sonne geht auf; wunderschöner Blick
auf das Mitteleer an der kroatischen Küste. „Guten Morgen
Sonnenschein“ eröffnet wieder einmal den Tag und wir springen ins
Mittelmeer. Eine sehr erfrischende Angelegenheit. Nun kommt auch der Inhaber
des Autocamps aus seinem Haus. Vollkommen gelassen zeigt er uns die Duschen und
Toiletten, die wir auch gleich
dankbar in Beschlag nehmen. Für umgerechnet 30 Euro ein super
Schnäppchen..Dann geht die Tour auch gleich weiter. Gleich nach 500 Metern
passieren wir einen Bolzplatz, auf dem gerade ein anderes Rallyeteam für
ein Foto posiert. Die heutige Sonderaufgabe besteht darin, mit den Autos, einem
Fußball und allen Teammitgliedern oben ohne vor/ in einem Fußballtor ein Foto zu
machen. Wir postieren uns mit den Autos vor dem Tor, leider fehlt der Ball. Wir
verteilen uns in der Ortscahft und sprechen alle Anwohner in 500m Radius an,
bis wir auch den Ball in unseren Händen halten können. Damit ist die
Tagesaufgabe gelöst und wir fahren weiter. Auf der Suche nach einem
Restaurant erklimmen wir spontan über eine tolle Serpentinenstraße
den Gipfel des Küstencliffs und genießen kurz den sagenhaften
Ausblick auf das Mittelmeer und die kroatische Küste. Leider ist das
beschilderte Restauranthier nicht auffindbar und wir fahren hungrig wieder nach
unten. Wenig später kehren wir in einem Kroatischen Restaurant ein. Es
gibt dalmatinischen gespickten Rinderbraten mit kroatischen Knödeln, die
uns aber eher an Gnocci erinnern. Ein Gaumenschmauß. Weil der Tischwein
gar so mundet, nehmen wir hier auch gleich noch den lokalen Wein und die
Flasche Wasser mit. Damit ist das Tages-Soll erfüllt und es kann weiter
gehen.
Tag 3: Auf nach Albanien
Die koatische Küste ist wirklich
sehenswert. Plötzlich ein Grenzübergang: Willkommen in
Bosnien-Herzegowina. Nur 15 Minuten später wechseln wir allerdings schon
wieder auf die kroatische Küste und steuern auf Montenegro zu. Der Weg
führt uns über geniale, sehr enge Serpentinen in luftige über
1000 m Höhe, wo wir dann auch die Grenze passieren. Der Ausblick über
das Hochplateau von Montenegro ist atemberaubend schön. Wirklich schade,
dass die Zeit fehlt, hier ein paar Stunden die Seele baumeln zu lassen.
Montenegro ist dann relativ schnell durchfahren und gegen 18:00 stehen wir an der Grenze nach Albanien. Auch
hier keine Probleme.
Tag 3: Enter Albania
Es wird langsam dämmrig und wir begeben
uns auf die albanischen „Straßen“, die eher einem
Flickenteppich ähneln. Schnell begreifen wir, dass es keinen Sinn macht,
den Schlaglöchern auszuweichen. Es ist schlichtweg unmöglich. Also
heißt die Devise: Vollgas und nur bei kritischen untiefen der
Straße mit gekonnten Ausweichmanövern trotzen.
Die Armut des Landes sticht extrem heraus
(auch wenn wir überraschend oft von euen europäischen Luxuskarrossen
überholt werden). Auf der Straße sieht man viele streunende Hunde,
Viegespänne, Schafherden und vor Allem immer wieder Leute, die mitten im
Nirgendwo am Straßerand auftauchen.
Die Fahrt durch Albanien ist der bisher
härteste Abschnitt. Die Straßenbeschaffenheit ist mehr als
miserabel, Beschilderung ist faktisch nicht vorhanden. In den wenigen
Städten, die wir passieren, können wir uns aber dennoch gut
durchfragen. Die Polizisten en einem
etwas größerem Kreisverkehr erweisen sich als sehr hilfsbereit,
als wir die vierte Runde gedreht hatten.
Tag 3: Auf und Ab in Albanien
Gegen 21:00 Uhr beginnt dann der bergige
Albanien-Abschnitt. Solch eine Adrenalin-Berg-und-Tal-Fahrt haben wir alle noch
nicht erlebt. Die engen Serpentinen sind mit wirklich bedenklichen
Schlaglöcher übersäht, es gibt keinerlei Begrenzungspfeiler,
kaum Leitplanken und wenn, dann liegen die nur knapp 20 cm oberhalb der
Straße. Links von uns befindet sich der Abgrund, rechts neben der
Straße fällt der Asphalt 20 cm ab, bevor die Felswand beginnt.
Angesichts der fortgeschrittenen Zeit und dem
inneren Bedürfnis, nicht in Albanien zu nächtigen bringen wir unsere
Autos und fahrerische Leistung an die Grenzen. Ab und an muss man einfach auf
Verdacht fahren, wenn man den Abgrund hinter der Kurve nicht sieht oder der
Aufwirbelnde Staub nur noch die Rücklichter des Vordermannes erahnen
lässt. Glücklicherweise sind die Straßen kaum befahren und wir
müssen auch noch auf das Können der Albaner aufpassen. Auf dem Weg
überholen wir noch ein anderes Rallyeteam, die genz schön
verwundert gucken, wie wir sie bei
den Straßenverhältnissen mit knapp 80km/h überholen. Bei einer kurzen Orientierungspause
fahren sie wieder an uns vorbei. Später an einer unbeschilderten Kreuzung
entschließen wir uns über die Berge zu fahren, da laut Karte uns nur
ein Weg aus dem Land bringt - Glücklicherweise der richtige Weg. Zu
unserer Verwunderung kommen wir aber nicht mehr an den Rallye-Kollegen vorbei,
die wir zuvor schon weggeputzt hatten. Eine gewisse Sorge um deren Wohlergehen
kommt auf, aber wir müssen weiter.
Tag 3: Albanien: Letzte Züge
Nach der adrenalingeladenen, schier endlosen
Odyssee durch die Serpentinen-Landschaft, gelangen wir auf einmal über
eine Schotterpiste auf eine perfekt ausgebaute 6-spurige Autobahn, auf der
wieder wie vom Lieben Gott dort hin gestellt, einzelne Leute am
Straßenrand stehen. Egal, ab zur Grenze. Gegen zwei Uhr kommen wir dort
an. Nach kurzer Wartezeit können wir auch hier passieren.
Im Kosovo müssen wir zunächst
für 45 EUR pro Auto eine Zusatzversicherung an der Grenze
abschließen. Außerdem ist eine Straßennutzungsgebühr von
2 EUR zu entrichten, für die es keine Quittung gibt. Da drücken wir
mal ein Auge zu ;-)
Hinter der Grenze nutzen wir die erste relativ
unbelebt aussehende Möglichkeit, um unser Nachtlager aufzuschlagen. Noch
ein Foto und wir verabschieden uns ins Traumland.
Fazit: Uns und unsere Autos kriegt so schnell
nichts klein ;-)
Tag 4: Über den Kosovo und Mazedonien
nach Bulgarien
Der Wecker klingelt wieder um 07:00 Uhr.
„Guten Morgen Sonnenschein“ und wir sind wieder wach. Weiter
geht’s. Gleich in der ersten Stadt suchen wir ein Cafe auf und
verwöhnen uns mit Kaffee und Börek. Danach geht es weiter durch den
Kosovo, der landschaftlich nicht so aufregend ist, wie die Länder zuvor.
Dafür sind die Straßen sehr angenehm befahrbar und wir kommen gut
voran zur Mazedonischen Grenze. Auch hier gibt es wieder keine Probleme. Die
Mazedonische Landschaft ist schon wieder am einiges ansprechender als die
kosovarische. Leider fehlt uns die Zeit anzuhalten oder an den schönen
Ecken Mazedoniens vorbeizufahren. Schnell passieren wir auch die Grenze nach
Bulgarien. An der Grenze werden wir sehr freundlich empfangen. Der Bulgarische
Grenzbeamte findet die Idee einer Rallye total super. Freudig unterschreibt er
auf einem unserer Autos. Unser Ziel ist Hermanli, im Süden Bulgariens.
Eine Bekannte hat hier die lokale Presse informiert, die uns schon
sehnsüchtig erwartet.
Tag 4: Bulgarien und der Pressetermin
Die Fahrt durch Bulgarien verläuft wieder
relativ unspektakulär. Das Straßennetz ist gut ausgebaut, allerdings
teilweise in sehr schlechtem Zustand. Die Fahrerreflexe werden wieder des
Öfteren auf die Probe gestellt, wenn plötzlich
Killer-Schlaglöcher auftauschen. Landschaftlich hat Bulgarien einiges zu
bieten. Leider fehlt auch hier wieder die Zeit, Land und Leute zu
genießen. Gegen 20:00 Uhr kommen wir in Hermanli an. Wir werden von Ivan,
dem Chefredakteur der lokalen Presse abgeholt. Die kurz zuvor montierten
Bayern-Fahnen kommen gut an. Wir fahren weiter zu Alex. Ihm gehört hier
das Freibad, ein wirklich schöner Biergarten und der Stadtpark. Wir werden
mit Dudelsackmusik begrüßt. Christo, 85, ist auf jedem Event in
Hermali zu Gegen. Leider ist sein musikalisches Handwerk vom Aussterben
bedroht. Die Jugend in der Stadt und in ganz Bulgarien lernt kaum noch, auf dem
Dudelsack zu spielen. Schade eigentlich!!!
Im Biergarten werden wir eifrig von Ivan
Interviewt. Er macht Fotos und Videoaufnahmen von uns. Dann gibt es das
Heißersehnte Essen. Es gibt einen Rindfleisch-Eintopf mit Ei. Sehr
lecker!!
Wir lassen den Abend mit einigen Bierchen und
wirklich interessanten Unterhaltungen ausklingen. Wir sind von der
Gastfreundlichkeit der Bulgare wirklich beeindruckt. Für einen Urlaub sehr
zu empfehlen!!
Ivan organisiert uns dann auch gleich noch ein
Hotel. 8 Euro pro person im Doppelzimmer. Top!!
Bei einem Gute-Nacht-Bierchen amüsieren
wir uns noch über das wirklich kontroverse bulgarische Abendprogramm und
legen uns Schlafen.
Fazit: Ein wirklich schöner Tag, an dem
wir viel Strecke geschafft haben und endlich auch mal Zeit gefunden haben, uns
mit den Einheimischen zu unterhalten.
Tag 5: Frühstück bei Alex’ in
Bulgarien
Wir sind um 08:00 Uhr mit Ivan und Alex zum
Frühstück verabredet. Omlett, Schinken, Käse, Kaffee…ein
Traum!! Wein und Wasser gibt er uns auch noch, damit sind auch alle gestrigen
Aufgaben erfüllt.
Danach gibt es noch eine kurze Führung
durch den Stadtpark, in dem sich noch ein echtes kommunistisches Monument
befindet.Zu guter Letzt gehen wir noch in Ivans Büro und tauschen Bilder
aus. Außerdem laden wir uns noch ein türkisches Lied aus dem
Internet herunter, das uns ein türkischer Freund zugeschickt hat. Dieses
müssen wir 2 Tage später in Ankara beim Fernsehsender TRT in Anakara
vor Laufender Kamera performen. Wir haben ein 6-zeilige Kinderlied über
einen Vogel, der im Winter frierend auf dem Fensterbrett landet bekommen. Ein
echter Ohrwurm.
Gegen 10:30 Uhr verabschieden wir uns von Alex
und Ivan und setzen unsere Tour fort. Es geht weiter nach Griechenland.
Tag 5: Griechenland zu Mittag
Wieder keine Probleme am Grenzübergang.
Gleich in der ersten Stadt fahren wir raus und suchen ein Restaurant.
Fehlanzeige. Aber ein Passat erklärt uns, in welcher Stadt wir ein
Restaurant finden werden. Dort fahren wir auch hin und machen dort Mittag. Es
gibt Frikadellen (mit einem Glas Ouzo), Salat und Pommes. Im Supermarkt
besorgen wir noch Wasser und Wein.
Weiter geht’s in die Türkei. An der
Grenze, die eher einem botanischem Garten gleicht, bekommen wir die endlich
einmal Stempel in die Pässe. Hinter der Grenze erwartet uns wieder eine
krasse Buckelpiste. Wieder Vollgas drüber. Freude am Fahren, gerade mit
unseren 7er BMWs ;-)
Nach kurzer Zeit kommen wir dann auf eine
Bundesstraße. Die ist perfekt ausgebaut. Entspannt fahren wir gen
Istanbul.
Tag 5: Istanbul
In Istanbul angekommen, kämpfen wir uns
durch das Verkehrschaos. Wir wollen zunächst eine Unterkunft finden.
Relativ schnell finden wir das richtige Viertel. Nach kurzer erfolgloser Suche,
holen wir uns wieder ein Taxi, das uns den Weg zeigen soll. Leider erwischen
wir einen Taxifahrer, der sich überhaupt nicht auskennt. Er irrt durch die
Straßen und muss 2 mal mit seiner Zentrale telefonieren. Unser Hotel ist
mittlerweile voll und wir disponieren auf das Chillout Hostel um. Hier gibt es
noch ein 6 Mann Dorm für 11 EUR pro Person. Perfekt.
Das Hostel ist direkt gegenüber vom
Checkpoint, dem TRT Gebäude in Istanbul. Könnte also nicht besser
sein. Der Taxifahrer findet die Straße auch nach nur zweimaligem
telefonat mit dem Hostel-Rezeptionisten. Danach lassen wir uns im TRT
Gebäude die Ankunft in Istanbul bestätigen. Tages-Aufgaben: check!!
Zum Abschluss des Tages, es ist mittlerweile
bereits 21:00 Uhr, gehen wir noch essen. Danach teilen wir uns noch kurz auf.
Ein Teil fährt mit einem Taxi die Strecke ab, die es morgen auf Zeit zu
fahren gilt, der andere Teil widmet sich den Autos. Der Istanbuler Verkehr war
etwas viel für den grünen BMW. Der Kühlwasserschlauch hatte sich
verabschiedet. Glücklicherweise greift uns aber das pinke Team mit
Ersatzteilen unter die Arme. Auch die Benzinleitung leckt ein wenig im
Grünen, doch Sven’s Zauberhände lösen auch dieses Problem.
Nun werden noch die Autos im Parkhaus auf Pole Position gebracht. Wir stehen
unmittelbar an der Ausfahrt.
Danach geht’s ab ins Bett.
Fazit: Wirklich angenehmer Tag und
erfolgreicher Abschluss der ersten Etappe.
Tag 6: Das Stadtrennen
Wir wachen gegen 07:15 auf. Um 08:00 wollen
wir uns zum RTR Gebäude aufmachen. Nach kurzer Dusche und einem
Frühstück bei Starbucks hören wir uns die Einführungsrede
an. Danach fällt der Startschuss zum Le Mons Start. Alle Teams rennen zu
ihren Gefährten. Wir Sportskanonen sind super schnell an den Autos und
fahren als erste zur Ausfahrt. Die Parkhauswächter, die uns kurz zuvor
noch gesagt hatten, dass wir einfach raus fahren könnten, wollen auf
einmal das Ausfahrtsticket haben. 5 Euro lösen das Problem für den
Roten, der gelbe und der Grüne fahren einfach durch. Der Start läuft
reibungsloser als gedacht. Wir kommen sehr schnell zum ersten Knackpunkt: Der
U-Turn. Wir setzen uns fulminant furch und schaffen es sogar, zusammen zu
bleiben. Danach geben wir Vollgas und drängen uns durch. Die Route, die
uns der Taxifahrer gezeigt hat, ist goldrichtig. Dennoch stecken wir
natürlich voll im Verkehr fest, was dem Grünen so gar nicht schmeckt.
Er fängt zu qualmen an - Das Kühlwasser wieder. Wir gießen nach
und schaffen es, das Auto ambulant durch den Stau zu bekommen. Wir liegen
perfekt im Rennen und kommen nach ca 20 Minuten an die entscheidende Kreuzung.
Da sich zwischen unsere Autos mittlerweile einige Fremdfahrzeuge gedrängt
haben, können wir uns nicht optimal absprechen. 2 Autos passieren die
Kreuzung und müssen daher einen Umweg fahren. Dazu hat der Grüne auch
noch Temperaturprobleme, die aber glücklicherweise nicht im Desaster
enden. Mit dem anderen Auto biegen wir richtig ab und fahren die
Einbahnstraße verkehrt herum an. Wir sind eines der letzten Autos, die
auf diesem Wege direkt vor die blaue Moschee fahren bevor die Polizei den Weg
dicht macht. Das Auto wartet dann einfach ca. eine Stunde auf dem Gehweg direkt
vor der blauen Moschee geparkt bis der Rest des Teams ankommt. Die Zeitnahme am
Checkpoint notiert die Ankunftszeit 10:10 Uhr.
Tag 6: Auf nach Asien
Eine Stunde und 10 Minuten. Das ist noch im
Rahmen. Schnell noch ein Foto mit den Autos, dem Team und der Blauen Moschee im
Hintergrund gemacht und die Autos noch eine halbe Stunde auf dem Seitenstreifen
geparkt und den Grünen etwas auszukühlen und frisches Wasser
nachschütten zu können. Danach geht es auf die Fähre in den
Asiatischen Teil Istanbuls (auch eine Aufgabe dieses Tages).
Tag 6: Fernsehauftritt in Ankara
Von der Fähre aus geht es weiter nach
Ankara, wo wir das türkische Lied vortragen werden. Auf dem Weg wird
fleißig geübt. Dort gehen wir erst einmal auf die Suche nach dem TRT
Sender, was sich ohne Karte etwas schwer darstellt. Also wird wider gefragt. An
der Ampel sprechen wir einen Einheimischen an. Er fährt voraus und lotst
uns in die richtige Richtung bis wir von der Polizei heraus gewunken werden.
Das schlimmste befürchtend fahren wir in die Seitenstraße und
erblicken das TRT Gebäude, an dem wir ohne die Hilfe der Polizisten glatt
vorbeigefahren wären. Auf dem Parkplatz befinden sich einige Teams, die
sich für ihre Performance vorbereiten. Wir postieren unsere Autos. Und
winken das Kamera Team zu uns. Vor unseren Rallyeboliden stehend, geben wir
unser Lied zum Besten. Die Crowd ist begeistert. Die Dame vom OK gibt uns die
volle Punktzahl 100 Punkte.
Sau geil!!!
Dann noch ein paar Stunts vor laufenden
Kamera. Wir werden gefragt, einen Donut hinzulegen, den wir dann auch gerne zum
Besten geben.
Danach entschließen wir uns, doch noch
weiter zu fahren, um am nächsten Tag etwas Luft für die
Sonderprüfungen zu haben und reißen noch 300 km runter.
Sehr müde kommen wir kurz vor Kayseri an
einem relativ abgelegenen Platz an, an dem wir unser Nachtlager aufschlagen.
Ein Feierabendbierchen du das obligatorische Nachtlager-Bild müssen
allerdings vor dem zu Bett gehen noch drin sein. Kaum am Eindösen
hält uns allerdings noch der Muezzin mit seinen Klängen zur
höchst unchristliche Zeit von 03:00 Uhr wach.
Tag 7:
Wir stellen heute keinen Wecker. Um ca. 10:00
Uhr werden wir von der prallen Sonne und der Hitze in den Autos geweckt. Kurze
Morgentoilette begleitet von „Guten Morgen Sonnenschein“ und weiter
geht’s nach Kayseri. Heute stehen einige Prüfungen an. In Kayseri
müssen wir auf dem Markt „Sucuk“ probieren. Es handelt sich
hierbei, wie es sich nach kurzem Durchfragen zum Marktplatz herausstellt um
eine Art Salami, die auch wirklich gut schmeckt. Wir dokumentieren den Biss in
die Wurst mit einem Foto und ziehen nach einem gemütlichen Kaffee und
einem Dürüm weiter Richtung Gaziantep. Dort angekommen orientieren wir
uns Richtung City Center. Die Aufgabe in dieser Stadt ist es, herauszufinden,
welche Stadt die Partnerstadt Gazianteps ist und im Zusammenhang damit ein Foto
mit dem der Stadt gewidmeten Denkmal machen.
Tag 7: Gaziantep und der OB
Da wir relativ planlos sind, wenden wir uns an
der erstbesten Polizisten, den wir treffen. Er spricht leider keine
Fremdsprache und verweist uns an einen Mann im Anzug. Wir werden in ein
Gebäude gebeten und trinken Tee mit einem Parteirepräsentanten. Nach
einem kurzen Telefonat, fahren wir mit dem Herren im Anzug zum Rathaus. Wir
sprechen mit einer Türkin, die fließend schwäbisch
schwätzt. Sie sagt uns, dass die Partnerstadt Gazianteps Duisburg ist und
sagt, dass es einfacher wäre, wenn wir uns dort vom Rathauschauffeur
hinbringen lassen. Gesagt, getan. Wir fahren im klimatisierten Bus zum Duisburg
Boulevard und posieren vor der steinernen Tafel. Danach geht’s wieder ins
Rathaus. Audienz beim Oberbürgermeister. Wir stellen fest, dass eine
Dusche am Morgen und das Wechseln unserer teilweise schon 3 Tage getragenenen
Klamotten vorteilhaft gewesen wäre. Aber egal. Nach kurzem Warten, werden
wir hereingebeten. Wir stellen uns kurz vor und übergeben ein
Regensburg-Bärchen als Gastgeschenk. Danach machen wir einige Fotos.
„Wenn ihr noch Zeit habt, könnten wir auch noch eine
Stadtbesichtigung machen“ heisst es dann. „Die zeit müssen wir
uns nehmen“ sagen wir und steigen wieder in den Bus, nachdem wir uns von
der ausgiebig von der Sekretärin verabschiedet haben.
Wir besichtigen alle Sehenswürdigkeiten
der Stadt: Die Burg, den botanischen Garten, den Vergnügungspark und
einige alte, traditionsreiche Gebäude. Danach sind wir noch auf Lamacun essen eingeladen. Das Rezept
haben wir damit auch im Sack. Wir sind von der Gastfreundschaft absolut
überwältigt und sind uns einig: Die Türkei ist als Urlaubsland
absolut zu empfehlen!!
Tag 7: An der Syrischen Grenze:
Nach kurzem Zwischenstop im Internatcafe
fahren wir dann weiter an die Syrische Grenze. Es wurde uns empfohlen dort in
der Nacht hinzufahren.
Wir reihen uns erst mal hinten ein, steigen
aus und gehen nach vorne. Die anderen Rallyeteilnehmer erklären uns das
Prozedere: Es ähnelt seh der Szene aus Asterix und Obelix auf der Suche
nach dem Passierschein A38 ;-)
Erst mal Geld wechseln für die
Versicherungsgebühr und Bakschisch, also Schmiergeld für die
Grenzbeamten. Die Geldpakete werden sogar entsprechend vorbereitet vom
Geldwechsler...was n Service!!!
Danach muss man sich für die Versicherung
anstellen. 115 EUR Pro Auto muss man abdrücken. Parallel müssen wir
allerdings auch schon die Autos weiter nach vorne fahren, um uns gegen die sehr
aggressiven Busfahrer zu erwehren. Ein hoffnungsloser Kampf, wenn man zu Zweit
versucht drei Autos zu bewegen :-s
Zurück vorne an der Grenze steht als
nächstes der erste Check der Papiere (10 EUR Bakschisch an. Hier wird wild
in den Pässen herumgestempelt. Dann geht es weiter zum nächsten
Häuschen. Papiere für die Autos werden ausgefüllt. Wir stehen in
der Schlange und warten. Nach einer halben Stunde zieht der Beamte seine
Uniform aus und sitzt im Unterhemd da. Unruhe macht sich breit. Zwei unserer
Autos bekommen wir hier noch durch, dann
ist der Block leer und der Beamte packt seine sachen. „I go sleep
now“. Wir können es nicht fassen. Wir versuchen den nächsten
Schalter. Hier geht es schon ein klein wenig schneller, sogar ohne Trinkgeld.
Nun nur noch eine Station, noch mehr Stempel auf dem Zettel der
Auto/Einreisepapiere … so genau wissen wir wirklich nicht, was hier alles
abgestempelt wird. Mittlerweile wird es auch hell.
Dann kann es los gehen. Wir manövrieren
uns durch die noch stehenden Autos und passieren die Grenze. „Welcome
Friend“ sagt der letzte Beamte.
Kurz hinter der Grenze beratschlagen wir kurz,
was wir nun tun sollen, schließlich haben wir so gut wie gar nicht
geschlafen. Drei von uns fühlen sich noch fit und wir fahren direkt nach
Salamyha weiter.
Tag 8: Salamya
Um ca. 09:00 Uhr kommen wir in Salamyha als
zweites Team des Tages an. Wir wurden erst um 11 Uhr erwartet.
Wir laden zunächst unsere Hilfsgüter
und Regensburg-Bärchen aus und übergeben diese feierlich an die
Kinder. Danach besichtigen wir die Schule für behinderte Kinder. Die
Ausstattung
Tag 9: Fünf Minuten Frühstück
in Salamyha
Tag 9: Palmyra
Tag 10: Damaskus
Der Schlaf im Beduinenzelt ist wirklich eine Wohltat. Ein Rallye-Kollege eines anderen Teams missbraucht allerdings eines unserer Beduinengewänder als Schlafsack kann ja mal passieren.
Frühstück lassen wir ausfallen. Die Duschmöglichkeiten funktionieren hier eher begrenzt und in Damaskus ist als heutige Aufgabe ohnehin ein Hamam Besuch auf dem Plan. Je früher desto besser, denken wir. Leider fehlt uns wieder der Plan von Damaskus, also steuern wir in Richtung City Center. Auf der dringenden Suche nach Geld und einer Tankstelle, verlieren wir und kurz in der Stadt, was durch das Netz von Einbahnstraßen ohne Wendemöglichkeit doch einige navigatorische Excellenz abverlangt.
Daraufhin stellen wir unsere Autos etwa 10 Minuten von der historischen Innenstadt ab und machen uns mit dem Taxi auf den Weg in die Innenstadt. Merkwürdigerweise kostet ein Taxi mit angeschalteten Taxometer 44 Syrische Lira und ein Taxi 150. Hier ist also Vorsicht geboten, stellen wir fest.
Das Hamam ist schnell gefunden in der beeindruckend schönen Damaszener Altstadt. Der Hamambesuch erinnert etwas an einen Waschstraßenbesuch, da heute wirklich viel Andrang herrscht. Dennoch werden wir sauber wie noch nie auf dieser Rallye. Ein wirklich entspannender Morgen. Nach dem Hamam suchen wir noch das Letzte Gericht für unser Rezeptbuch und ein Fotogeschäft, das unsere Einwegkamera entwickeln kann. Auch hier können wir uns überraschend schnell durchfragen.
Das Mittagessen ist heute mal fürs Auge. Neben einer Grillplatte für den Hunger gibt es einen Salat mit Schafshirn. Ist aber nur fürs Auge, da das glitschige, zwei Minuten in Salzwasser gekochte Hirn wirklich nach gar nichts schmeckt.
Danach lassen wir noch die Bilder entwickeln. Es geht wirklich schnell. Leider lassen sich aber nicht alle Bilder entwickeln. Die schlecht beleuchteten Bilder werden allesamt nichts. Daher müssen wir teilweise auf digitale Backups zurückgreifen, die wir aus den Autos holen müssen. Also geht's von der Medienzentrale, die wir in einem Internetcafe aufbauen kurz zu den Autos. Der Taxifahrer – seineszeichens passionierter Gitarrist und Whiskytrinker – ist begeistert, sich mit uns auszutauschen und lädt uns auf die Taxifahrt ein "It is a pleasure know you my friends, welcome to Syria". Wir sind wieder Baff von der Gastfreundschaft.
Im Anschluss stellen wir dann unser Lösungs- und Rezeptbuch fertig. Freudig stellen wir fest, dass wir alle Aufgaben mit bravur erledigt haben!!
Leen, die wir in Salamiah kennengelernt haben studiert in Damaskus Kunst und holt uns am Abend am Internetshop ab. Sie und ihre Freunde lotsen uns auch gleich zu einem Hotel, das unseren Preisregeln entspricht. Wir holen noch unsere Restlichen Sachen aus den Autos und machen uns frisch. Dann geht es mit unseren Tourguides in die Damaszener Altstadt.
Zunächst gehen wir etwas abseits des Zentrums Abendessen bei Bekannten unserer Homies. Total lecker diesmal, obwohl einige von uns das Essen nicht so ganz vertragen, wie sich am Folgetag herausstellt.
Danach geht es auf eine Schischa in die mittelalterlichen Gassen der Damaszener Altstadt. Wir unterhalten uns bis spät in die Nacht bis wir in unser Hotel gehen, um vor dem Endspurt noch etwas Schlaf zu bekommen.
Tag 11: Jordanien
Nach gutem Schlaf in einem ordentlichen Bett, machen wir uns früh zu unseren Autos auf. Schon das sechste Taxi erklärt sich bereit, uns für 50 Syrische Lira (ca. 1 EUR) zu unseren Wagen zu fahren. Dann geht es weiter zur jordanischen Grenze. Überraschenderweise werden wir auf der Syrischen Seite sehr schnell durchgewunken. Der Jordanische Part wird freundlicherweise vom OK übernommen, während wir uns zurücklehnen und Softdrinks zu uns nehmen können.
In Jordanien gibt es keine weiteren Prüfungen, nur einen vorgegebene Route, die zu bewältigen ist. Alles läuft problemlos. Auf dem Weg essen wir noch beim Ägypter. Saftige Tourie-Preise und beinahe Enthauptung durch die Ventilatoren machen dieses kulinarische Erlebnis aber nicht unbedingt zu einem Highlight.
Fast am Ziel werden wir beim Einbruch der Dämmerung von der Straße herunter gelotst. Es geht querfeldein durch die Wüste. Nach einigen Metern werden wir von einem Offroader eines anderen Teams überholt. "Das wird ein Spaß" denken wir und da noch. Als wir die ersten feststeckenden Autos passieren schütteln wir nur den Kopf: "Anfänger". Einen knappen Kilometer weiter ist dann aber auch für uns Ende: Wir stehen im Stau, da vor uns bereits mehrere Autos im tiefen Sand feststecken. Beim Versuch diese zu Umfahren bleibt auch einer unserer Wagen feststecken. Also raus aus dem Auto und schieben, buddeln, Fußmatten unterlegen. Glücklicherweise ziehen uns nach einigem Bemühen Rallyekollegen aus dem Sand und es kann weiter gehen.
Man sieht immer weniger und immer mehr feststeckende Autos blockieren den Weg. Wir beschließen, dass wir es unbedingt noch bis zum Ziel schaffen wollen und erschließen die Route zunächst zu Fuß, bevor wir mit den Autos folgen. Nichtsdestotrotz bleibt wieder eines der Autos stecken uns sitzt auch direkt im Sand auf. Wieder geht's raus und wir werkeln diesmal auch mit Wagenhebern. Aber wirklich Abhilfe kann nur ein Audi Quattro schaffen, der die nötige Zugkraft entwickelt um unseren Wüstenkoloss in Bewegung zu setzen. Mittlerweile bieten schon Beduinen mit ihren Offroadern Hilfe für kleiner oder größeres Geld an. 20 JD scheint uns aber etwas überteuert. Ca. eine halbe Stunde nach dem Erscheinen der Beduinen werden diese auch gleich von der Wüstenpolizei vertrieben, die sich im Anschluss bemüht, die Rallyewagen zusammenzutreiben und aus den Untiefen herauszuziehen. Die Wüstenpolizei weis uns dann an zu waten, bis sie alle Wagen gesammelt hat, um dann gemeinsam weiterzufahren.
Und weiter geht es durch die Wüste, doch nach nur kurzer Zeit steckt vor uns wieder jemand fest. Da wir auch bremsen müssen wir gleich dazu. Nun scheint es endgültig vorbei zu sein und wir warten auf Verstärkung. Wieder auf die Spur gebracht, fahren wir weiter, bis wir an den nächsten Sammelpunkt kommen.
Als die Wüstenpolizei uns diesmal aus der Misere befreit und zum nächsten Sammelpunkt fährt, steigt einer der "Beamten" ein und übernimmt die Fahrt bis zum Camp. Auf dem Weg geschieht aber das unvermeidliche: Einer der auf dem Weg verteilten Felsbrocken ist doch etwas zu groß und zu scharfkantig und schlägt einem unserer Autos die Ölwanne auf. Damit ist für das Auto hier Schluss. Wir müssen umpacken, geben wir zu verstehen, aber als das sich das Auto vor uns in Bewegung setzt, fährt der Kollege ohne Rücksicht auf Verluste los. Zum Glück haben wir drei Autos und können alles in Auto Nummer 3 verladen.
Mit dem Gebetskettchen auf die Amatouren tippelnd murmelt unser Fahrer immer wieder "Benzin, Benzin" womit er uns vollkommen aus der Ruhe bringt, während er mit Vollgas über die Wüstenstraßen prescht, bis auch er hängen bleibt. Um uns herum ist zu diesem Zeitpunkt niemand mehr, kein List zu sehen. Er wirkt sichtlich nervös, da auch sein Handyakku leer ist. Wir lassen beinahe die gesamte Luft aus den Reifen und setzen uns wieder ins Auto. Dann beginnt der "Polizist" mit der Kupplung und Gas zu spielen und bringt gekonnt das Auto zum wippen, bis wir tatsächlich aus der Sandfalle entkommen und bis zum Wadi-Rum Camp kommen. Das Auto stinkt bestialisch nach Kupplung, aber wir sind froh als wir und die anderen endlich im Ziel sind. Die Enttäuschung über die absolute Fehlorganisation dieser letzten Etappe sitzt allerdings tief, besonders als uns auch noch gesagt wird, dass auf Grund eines Sandsturms eigentlich niemand in die Wüste hätte fahren sollen und schon gar nicht in der Nacht.
Bei ein paar Flaschen internationalen Weines, die nun zum Verzehr freigegeben sind kommen wir von der Höllenfahrt runter, trauern um unser Auto und legen uns einer nach dem anderen schlafen.
Tag 12: Die Letzte Prüfung und die Abreise
Am Morgen raffen wir uns ohne große Umschweife nach auf zur letzten Prüfung auf: Wir fahren zur Kamelrennbahn, wo wir auch sehr schnell an die Reihe kommen. Es gilt, zunächst mit einem Auto einen Parkour bestehend aus einem kurzen Slalom und einem Kreis mit einer Leine in der Hand haltend abzufahren, um danach mit allen Autos so schnell wie möglich um die Kamelrennbahn zu heizen. Diese Prüfung macht sehr viel Spaß und wir sind doch sehr erleichtert, als beide Autos die Schlaglöcher bei ca. 140 km/h wegstecken.
Andere Teams haben da weniger Glück und wieder sieht man einige der Rallyewagen auf den umliegenden Parkplätzen mit Achsbrüchen und ähnlichem liegen. Aber das gehört einfach dazu.
Im Anschluss an die letzte Prüfung geben wir noch unsere Weinflaschen, die Wasserflaschen, das Pferdefutter, die Bierflaschen, unsere Olivenbäume (ja, sie haben tatsächlich überlebt) und unsere Lösungshefte ab. Nun ist die Rallye vorbei.
Wir unterhalten uns noch mit den anderen Teams und machen ein paar abschließende Fotos und Videos. Außerdem holen wir auch noch unseren dritten Wagen aus der Wüste. Den haben über nach noch die Wüstenbeduinen geplündert. Über den Kofferraum wurde eingestiegen. Das einzig wertvolle jedoch, war der Schaltknüppel und die Zusatzscheinwerfer, welche auch fachmännisch entfernt wurden. Unglaublich.
Nach einer Dusche geht es dann weiter Richtung Petra, wo wir auch am frühen Abend ankommen. Da es für eine Besichtigung der Anlage etwas spät ist, schlagen wir im erstbesten Hotel Nachtlager auf, nachdem wir noch den Sonnenuntergang von einem von Petra's Hügeln aus genießen.
Wir sind alle sehr übermüdet und gönnen uns den Schlaf.
Tag 13: Petra und das Tote Meer
Früh am Morgen begeben wir uns auf Indiana Jones' Fährten. Das Tal und die Tempellandschaft von Petra ist atemberaubend. Wir nehmen uns die Zeit und genießen den Ausblick. Wir sind auch sehr froh, dass wir sehr früh aufgestanden sind, da die Hitze immer unerträglicher wird und immer mehr Tourie – Busladungen in das Tal schwemmen. Auf dem Rückweg stellen wir dann fest, dass es beinahe unmöglich geworden ist noch Fotos zu machen, ohne eine Herde Touristen mit abzulichten. Wieder mal alles richtig gemacht.
Nach der Erkundungstour fahren wir Richtung Amman und machen einen Zwischenstopp am toten Meer. Hier werden Touristen gut zur Kasse gebeten 10 JD pro Person, auch wenn man nur mal kurz hinein springen will. Den Biss in diesen sauren Apfel bereuen wir aber nicht, denn dieses Bad ist einfach herrlich.
So schweben wir mit Blick auf den Sternenhimmel im toten Meer vor uns her. Einfach toll.
Nach ein paar Stunden fahren wir dann weiter nach Amman, wo wir auch schon ein Hotel ins Auge gefasst haben, dass uns freundlicher Weise ein holländisches Pärchen am Parkplatz am toten Meer empfohlen hat.
Dort angekommen machen wir uns an die Fertigstellung unserer Postkarten, was bei ca 170 Postkarten eine Abendfüllende Aufgabe darstellt.
Tag 14: Amman
Wir schlafen zum erstem mal aus. Nach einigem Sortieren unserer Sachen, geben wir das erste Auto am Rennaissance Hotel ab. Das ganze läuft mehr oder minder problemlos ab. Das Militäraufgebot um das Hotel herum ist nur wenig amüsiert, als wir mit dem Feuerlöscher in der Hand in unseren siffigen Klamotten das 5 Sterne Hotel betreten wollen. Der Feuerlöscher muss dann wieder ins Auto ;-)
Nach einer Stadtbesichtigung –Amman ist übrigens eine wirklich ansprechende, sehr westlich angehauchte Stadt – lassen wir den Abend in der Hotelbar ausklingen. Um 3 Uhr macht sich dann Teil ein des Rallye Teams auf zum Flughafen.
Schade, dass das Abenteuer jetzt schon vorbei ist.