Die Missionn


Am 30. April 2010 startet die 5. Rallye Allgäu-Orient von Oberstaufen im Allgäu nach Amman, der Hauptstadt Jordaniens. Die Teams können dabei ihre Route frei wählen.
Knapp 5000 km müssen in 10 Tagen bewältigt werden. Unterwegs dürfen die Teams zahlreiche Aufgaben erledigen und Sonderprüfungen bestehen.
Bei der Siegerehrung und Abschlussfeier in Amman überreicht die jordanische Prinzessin
dem Siegerteam ein echtes Kamel.

Aktuelles

Rallye Tagebuch

 

Tag 0 - Die Anreise

Letzte Vorbereitungen sind noch zu treffen: Energy Drink, Bäume, Proviant und in die Autos muss das Zeug auch noch.

15:00 Abfahrt werden ins Auge gefasst. 17:30 geht’s dann los. Ab nach Minga, n Schwabi abholn!!!

Dort natürlich: Verkehrschaos. Stunden später dann mit Schwabi ab nach Oberstaufen, wo wir dann auch gegen 23:00 ankommen.

Dort angekommen nehmen wir noch einige Rollstühle vom Team XXX entgegen und machen uns auf ins Bierzelt, wo wir bei zünftiger Musik noch das ein oder andere Bierchen verstecken. Der eine länger, der andere kürzer. Zwischen 2 und 6 Uhr morgens geht’s dann für uns ins Bett.

 

Tag 1 - Start

 

Um 07:00 ist Wecken angesagt. Wir haben wieder im absoluten Veranstaltungs-Halteverbot geparkt. Direkt vorm Zelt, genau da, wo die Autos von der Rampe laufen sollen. Also umparken, mit leicht schwerem Kopf. Dafür finden wir auch gleich die perfekten Pole Positio Parkplätze. Die Autos sind direkt DER Blickfang.

Dann heisst es erst mal Weißwurstfrühstück. Angesichts des Vorabends wird aber auf das Weizen verzichtet.

Um ca. 8.33 geht’s dann los. Das erste Auto rollt von der Rampe und die Stimmung ist gut, wobei die Teams sich vorwiegend bei ihren Autos aufhalten und sich startklar machen. Besucherzahlen halten sich leider etwas in Grenzen.

Erst mal heisst es für uns mal warten…Team 60 bedeutet auch, dass erst mal ca 150 Autos oder Motorräder vor uns an der Reihe sind. Ca 10:30 rollen wir dann auf die Start-Rampe zu: WIR SIND AM START!!!

Die Freude über ein Regensburger Team ist kaum in Grenzen zu halten ;-) Die Bayern Fahne kommt aber gut an und ein heimatlicher Fan wünscht noch mal persönlich alles Gute.

 

Tag 1 - Erste Prüfungen

 

Auf und nach der Rampe gibt’s dann die Regeln. Natürlich ist erst mal alles ein wenig anders, als wir es geplant hatten und wir lesen uns die Details durch.

Erste Neuerung: Die Anzahl der zu befahrenden Länder ist prinzipiell egal, was unseren - wie sich im Nachhinein herausstellt - sehr ambitionierten Routenplan etwas über den Haufen wirft.

Also können wir schon mal die Route neu planen.

Die allgemeine Regel besagt nämlich, dass täglich vom 1.5. bis zum 9.5. ein Rezept eines typischen lokalen Gerichts in ein Rezeptbuch übertragen werden muss. Dazu muss auch noch ein lokaler Wein und ein lokales Wasser erstanden werden. Das ganze ist dann mit einer Einweg-Kamera zu dokumentieren, genau wie die Übernachtungen und die täglichen Sonderprüfungen. Die Bilder müssen dann in Syrien entwickelt werden.

 

Tag 1 - Die neue Route

 

Also werfen wir erst mal unsere Route:

Bayern - Schweiz - Italien - Liechtenstein - Österreich - Slovenien  …. - -

über Bord und planen eine schöne Küsten und Bergroute:

Bayern - Österreich - Italien - Slovenien - Kroatien - Bosnien-Herzegowina - Kroatien - Montenegro - Albanien - Mazedonien - Bulgarien - Griechenland - Türkei - Syrien - Jordanien

 

Tag 1: Die ersten Prüfungen

 

Dann geht es los: Die ersten Prüfungen im Allgäu stehen an. Erst mal nehmen holen wir einen Sixpack Bier in Missen ab, den es gilt nach Jordanien zu befördern. Wir nehmen gleich noch einen zweiten mit, damit die Versuchung nicht so groß wird.

Weiter geht’s dann nach Stieffenhofen. Dort haben Schulkinder der dritten und vierten Klasse der hieigen Schule Bilder gemalt, deren drei wir auch mit auf unsere Reise nehmen, um sie in Syrien im Kinderheim zu übergeben. Die Kids der dritten Klasse sind voll begeistert und er

Danach geht’s weiter zur Käseprobe nach Diepholz. Hier gilt es, aus drei Käsesorten den Allgäuer Bier-Käse herauszuschmecken. Unser Gourmet-Team löst die Aufgabe mit Bravur und findet auch noch den Beruf des Allgäuer Landrates heraus (auch das eine Aufgabe). Der hat nämlich seines Zeichens „Käser“ gelernt.

Weil es uns auf der Käseverkostungshütte mit Blick auf d’Alm so gut gefällt, gibt’s dort auch noch schön gemütlich einen guten Schweizer Wurstsalat, bevor wir uns auf die Odyssee Richtung Orient machen.

Also geht’s auf zum Brenner und über Österreich nach Italien, wo wir dann auch gemütlich bis etwa Mitternacht über die Landstraße fahren, bis wir beschließen, im schönen Montebellaluna unser Nachtlager aufzuschlagen. Da weder Campingplatz, noch eine andere Unterkunft zu dieser späten Stunde zu erblicken ist, wird das Zelt aufgeschlagen, oder gleich unter dem freien Himmel geschlafen.

 

Fazit: Ein erfolgreicher gemütlicher erster Rallye Tag.

 





 

 

Tag 2: Italien und Slowenien

 

Wir nehmen gegen 07:00 wieder die Fahrt auf und fahren in das nächstes Örtchen, um zu Frühstücken. Es gibt lecker Capuccino und Latte Macciatto, dazu Croissants du Plundergebäck.

Danach geht es direkt an die erste Aufgabe des Tages. Wir müssen eine Postkarte an die Jordansche Prinzessin schicken. Einziges problem: es ist Feiertag: 1.Mai. Aber ein Tabak-Laden mit Briefmarkenverkauf ist schnell gefunden. Die Karte findet sich nach kurzem Suchen auch ohne Probleme und wir schicken die Karte ab.

Weiter geht’s zum Mittag essen. Am Straßenrand entdecken wir ein Weingut und halten direkt an. 3 Fliegen mit einer Klappe, denken wir. Es gibt Gnocci mit Räucherkäse und leckeren Rotwein. Das Rezept gibt es auch gleich noch dazu. Italienischer Wein und das Wasser sind auch kein Problem. Damit haben wir dann auch schon alle Tagesaufgaben erfüllt und fahren weiter zur Slowenischen Grenze. Hier geht es problemlos weiter. Allerdings herrscht hier allgemeine Maut-Pflicht und kaum Strecken, also Vignette auf die Scheibe geklebt und weiter. Slowenien durchqueren wir relativ schnell und kommen an die kroatische Grenze. Die slowenische Grenzbeamtin ist ganz angetan von unseren Rallyeautos und unterschreibt direkt auf unserem Kofferraum.

 

Tag 2: Kroatien

Weiter geht’s an der Kroatischen Küste entlang. Die Landschaft ist wirklich schön. Leider unterschätzen wir zeitmäßig die Route ein wenig und kommen nur sehr langsam voran. Gegen 17:30 kommen wir in Rijeka an, wo wir uns von einem Taxi zu den Eltern einer Bekannten lotsen lassen. Hier lassen wir uns schon mal mit Rezepten für ein kroatisches Gericht inspirieren und entspannen bei einem Kaffee. Dann geht es weiter. Wir wollen auf jeden Fall noch an Split vorbei kommen, was wir dann auch zwischen 1 und 2 Uhr schaffen. In eine Ort direkt hinter Split wollen wir dann unser Lager aufschlagen. Das ist allerdings etwas schwierig, da um diese Uhrzeit nichts mehr geöffnet scheint. Bei einem Schild „Auto Camp“ fahren wir in einen wie wir es auffassten eher als Privatgarten zu bezeichneten Hof, wo wir dann unter einer Palme unsere Autos und gleichzeitig auch Schlafstätten abstellten. „Wird schon passen“ sagen wir und legen uns schlafen, nachdem wir ein Foto geschossne haben.

 




 

Tag 3: Kroatien

Die Sonne geht auf; wunderschöner Blick auf das Mitteleer an der kroatischen Küste. „Guten Morgen Sonnenschein“ eröffnet wieder einmal den Tag und wir springen ins Mittelmeer. Eine sehr erfrischende Angelegenheit. Nun kommt auch der Inhaber des Autocamps aus seinem Haus. Vollkommen gelassen zeigt er uns die Duschen und Toiletten, die wir auch gleich  dankbar in Beschlag nehmen. Für umgerechnet 30 Euro ein super Schnäppchen..Dann geht die Tour auch gleich weiter. Gleich nach 500 Metern passieren wir einen Bolzplatz, auf dem gerade ein anderes Rallyeteam für ein Foto posiert. Die heutige Sonderaufgabe besteht darin, mit den Autos, einem Fußball und allen Teammitgliedern oben ohne vor/ in  einem Fußballtor ein Foto zu machen. Wir postieren uns mit den Autos vor dem Tor, leider fehlt der Ball. Wir verteilen uns in der Ortscahft und sprechen alle Anwohner in 500m Radius an, bis wir auch den Ball in unseren Händen halten können. Damit ist die Tagesaufgabe gelöst und wir fahren weiter. Auf der Suche nach einem Restaurant erklimmen wir spontan über eine tolle Serpentinenstraße den Gipfel des Küstencliffs und genießen kurz den sagenhaften Ausblick auf das Mittelmeer und die kroatische Küste. Leider ist das beschilderte Restauranthier nicht auffindbar und wir fahren hungrig wieder nach unten. Wenig später kehren wir in einem Kroatischen Restaurant ein. Es gibt dalmatinischen gespickten Rinderbraten mit kroatischen Knödeln, die uns aber eher an Gnocci erinnern. Ein Gaumenschmauß. Weil der Tischwein gar so mundet, nehmen wir hier auch gleich noch den lokalen Wein und die Flasche Wasser mit. Damit ist das Tages-Soll erfüllt und es kann weiter gehen.

 

Tag 3: Auf nach Albanien

Die koatische Küste ist wirklich sehenswert. Plötzlich ein Grenzübergang: Willkommen in Bosnien-Herzegowina. Nur 15 Minuten später wechseln wir allerdings schon wieder auf die kroatische Küste und steuern auf Montenegro zu. Der Weg führt uns über geniale, sehr enge Serpentinen in luftige über 1000 m Höhe, wo wir dann auch die Grenze passieren. Der Ausblick über das Hochplateau von Montenegro ist atemberaubend schön. Wirklich schade, dass die Zeit fehlt, hier ein paar Stunden die Seele baumeln zu lassen. Montenegro ist dann relativ schnell durchfahren und gegen 18:00 stehen  wir an der Grenze nach Albanien. Auch hier keine Probleme.

 

Tag 3: Enter Albania

Es wird langsam dämmrig und wir begeben uns auf die albanischen „Straßen“, die eher einem Flickenteppich ähneln. Schnell begreifen wir, dass es keinen Sinn macht, den Schlaglöchern auszuweichen. Es ist schlichtweg unmöglich. Also heißt die Devise: Vollgas und nur bei kritischen untiefen der Straße mit gekonnten Ausweichmanövern trotzen.

Die Armut des Landes sticht extrem heraus (auch wenn wir überraschend oft von euen europäischen Luxuskarrossen überholt werden). Auf der Straße sieht man viele streunende Hunde, Viegespänne, Schafherden und vor Allem immer wieder Leute, die mitten im Nirgendwo am Straßerand auftauchen.

Die Fahrt durch Albanien ist der bisher härteste Abschnitt. Die Straßenbeschaffenheit ist mehr als miserabel, Beschilderung ist faktisch nicht vorhanden. In den wenigen Städten, die wir passieren, können wir uns aber dennoch gut durchfragen. Die Polizisten en einem  etwas größerem Kreisverkehr erweisen sich als sehr hilfsbereit, als wir die vierte Runde gedreht hatten.

 

Tag 3: Auf und Ab in Albanien

Gegen 21:00 Uhr beginnt dann der bergige Albanien-Abschnitt. Solch eine Adrenalin-Berg-und-Tal-Fahrt haben wir alle noch nicht erlebt. Die engen Serpentinen sind mit wirklich bedenklichen Schlaglöcher übersäht, es gibt keinerlei Begrenzungspfeiler, kaum Leitplanken und wenn, dann liegen die nur knapp 20 cm oberhalb der Straße. Links von uns befindet sich der Abgrund, rechts neben der Straße fällt der Asphalt 20 cm ab, bevor die Felswand beginnt.

Angesichts der fortgeschrittenen Zeit und dem inneren Bedürfnis, nicht in Albanien zu nächtigen bringen wir unsere Autos und fahrerische Leistung an die Grenzen. Ab und an muss man einfach auf Verdacht fahren, wenn man den Abgrund hinter der Kurve nicht sieht oder der Aufwirbelnde Staub nur noch die Rücklichter des Vordermannes erahnen lässt. Glücklicherweise sind die Straßen kaum befahren und wir müssen auch noch auf das Können der Albaner aufpassen. Auf dem Weg überholen wir noch ein anderes Rallyeteam, die genz schön verwundert  gucken, wie wir sie bei den Straßenverhältnissen mit knapp 80km/h  überholen. Bei einer kurzen Orientierungspause fahren sie wieder an uns vorbei. Später an einer unbeschilderten Kreuzung entschließen wir uns über die Berge zu fahren, da laut Karte uns nur ein Weg aus dem Land bringt - Glücklicherweise der richtige Weg. Zu unserer Verwunderung kommen wir aber nicht mehr an den Rallye-Kollegen vorbei, die wir zuvor schon weggeputzt hatten. Eine gewisse Sorge um deren Wohlergehen kommt auf, aber wir müssen weiter.

 

Tag 3: Albanien: Letzte Züge

Nach der adrenalingeladenen, schier endlosen Odyssee durch die Serpentinen-Landschaft, gelangen wir auf einmal über eine Schotterpiste auf eine perfekt ausgebaute 6-spurige Autobahn, auf der wieder wie vom Lieben Gott dort hin gestellt, einzelne Leute am Straßenrand stehen. Egal, ab zur Grenze. Gegen zwei Uhr kommen wir dort an. Nach kurzer Wartezeit können wir auch hier passieren.

Im Kosovo müssen wir zunächst für 45 EUR pro Auto eine Zusatzversicherung an der Grenze abschließen. Außerdem ist eine Straßennutzungsgebühr von 2 EUR zu entrichten, für die es keine Quittung gibt. Da drücken wir mal ein Auge zu ;-)

Hinter der Grenze nutzen wir die erste relativ unbelebt aussehende Möglichkeit, um unser Nachtlager aufzuschlagen. Noch ein Foto und wir verabschieden uns ins Traumland.

 

Fazit: Uns und unsere Autos kriegt so schnell nichts klein ;-)

 

 



 

Tag 4: Über den Kosovo und Mazedonien nach Bulgarien

Der Wecker klingelt wieder um 07:00 Uhr. „Guten Morgen Sonnenschein“ und wir sind wieder wach. Weiter geht’s. Gleich in der ersten Stadt suchen wir ein Cafe auf und verwöhnen uns mit Kaffee und Börek. Danach geht es weiter durch den Kosovo, der landschaftlich nicht so aufregend ist, wie die Länder zuvor. Dafür sind die Straßen sehr angenehm befahrbar und wir kommen gut voran zur Mazedonischen Grenze. Auch hier gibt es wieder keine Probleme. Die Mazedonische Landschaft ist schon wieder am einiges ansprechender als die kosovarische. Leider fehlt uns die Zeit anzuhalten oder an den schönen Ecken Mazedoniens vorbeizufahren. Schnell passieren wir auch die Grenze nach Bulgarien. An der Grenze werden wir sehr freundlich empfangen. Der Bulgarische Grenzbeamte findet die Idee einer Rallye total super. Freudig unterschreibt er auf einem unserer Autos. Unser Ziel ist Hermanli, im Süden Bulgariens. Eine Bekannte hat hier die lokale Presse informiert, die uns schon sehnsüchtig erwartet.

 

Tag 4: Bulgarien und der Pressetermin

Die Fahrt durch Bulgarien verläuft wieder relativ unspektakulär. Das Straßennetz ist gut ausgebaut, allerdings teilweise in sehr schlechtem Zustand. Die Fahrerreflexe werden wieder des Öfteren auf die Probe gestellt, wenn plötzlich Killer-Schlaglöcher auftauschen. Landschaftlich hat Bulgarien einiges zu bieten. Leider fehlt auch hier wieder die Zeit, Land und Leute zu genießen. Gegen 20:00 Uhr kommen wir in Hermanli an. Wir werden von Ivan, dem Chefredakteur der lokalen Presse abgeholt. Die kurz zuvor montierten Bayern-Fahnen kommen gut an. Wir fahren weiter zu Alex. Ihm gehört hier das Freibad, ein wirklich schöner Biergarten und der Stadtpark. Wir werden mit Dudelsackmusik begrüßt. Christo, 85, ist auf jedem Event in Hermali zu Gegen. Leider ist sein musikalisches Handwerk vom Aussterben bedroht. Die Jugend in der Stadt und in ganz Bulgarien lernt kaum noch, auf dem Dudelsack zu spielen. Schade eigentlich!!!

Im Biergarten werden wir eifrig von Ivan Interviewt. Er macht Fotos und Videoaufnahmen von uns. Dann gibt es das Heißersehnte Essen. Es gibt einen Rindfleisch-Eintopf mit Ei. Sehr lecker!!

Wir lassen den Abend mit einigen Bierchen und wirklich interessanten Unterhaltungen ausklingen. Wir sind von der Gastfreundlichkeit der Bulgare wirklich beeindruckt. Für einen Urlaub sehr zu empfehlen!!

Ivan organisiert uns dann auch gleich noch ein Hotel. 8 Euro pro person im Doppelzimmer. Top!!

Bei einem Gute-Nacht-Bierchen amüsieren wir uns noch über das wirklich kontroverse bulgarische Abendprogramm und legen uns Schlafen.

 

Fazit: Ein wirklich schöner Tag, an dem wir viel Strecke geschafft haben und endlich auch mal Zeit gefunden haben, uns mit den Einheimischen zu unterhalten.

 

 




 

Tag 5: Frühstück bei Alex’ in Bulgarien

Wir sind um 08:00 Uhr mit Ivan und Alex zum Frühstück verabredet. Omlett, Schinken, Käse, Kaffee…ein Traum!! Wein und Wasser gibt er uns auch noch, damit sind auch alle gestrigen Aufgaben erfüllt.

Danach gibt es noch eine kurze Führung durch den Stadtpark, in dem sich noch ein echtes kommunistisches Monument befindet.Zu guter Letzt gehen wir noch in Ivans Büro und tauschen Bilder aus. Außerdem laden wir uns noch ein türkisches Lied aus dem Internet herunter, das uns ein türkischer Freund zugeschickt hat. Dieses müssen wir 2 Tage später in Ankara beim Fernsehsender TRT in Anakara vor Laufender Kamera performen. Wir haben ein 6-zeilige Kinderlied über einen Vogel, der im Winter frierend auf dem Fensterbrett landet bekommen. Ein echter Ohrwurm.

Gegen 10:30 Uhr verabschieden wir uns von Alex und Ivan und setzen unsere Tour fort. Es geht weiter nach Griechenland.

 

Tag 5: Griechenland zu Mittag

Wieder keine Probleme am Grenzübergang. Gleich in der ersten Stadt fahren wir raus und suchen ein Restaurant. Fehlanzeige. Aber ein Passat erklärt uns, in welcher Stadt wir ein Restaurant finden werden. Dort fahren wir auch hin und machen dort Mittag. Es gibt Frikadellen (mit einem Glas Ouzo), Salat und Pommes. Im Supermarkt besorgen wir noch Wasser und Wein.

Weiter geht’s in die Türkei. An der Grenze, die eher einem botanischem Garten gleicht, bekommen wir die endlich einmal Stempel in die Pässe. Hinter der Grenze erwartet uns wieder eine krasse Buckelpiste. Wieder Vollgas drüber. Freude am Fahren, gerade mit unseren 7er BMWs ;-)

Nach kurzer Zeit kommen wir dann auf eine Bundesstraße. Die ist perfekt ausgebaut. Entspannt fahren wir gen Istanbul.

 

 




 

Tag 5: Istanbul

In Istanbul angekommen, kämpfen wir uns durch das Verkehrschaos. Wir wollen zunächst eine Unterkunft finden. Relativ schnell finden wir das richtige Viertel. Nach kurzer erfolgloser Suche, holen wir uns wieder ein Taxi, das uns den Weg zeigen soll. Leider erwischen wir einen Taxifahrer, der sich überhaupt nicht auskennt. Er irrt durch die Straßen und muss 2 mal mit seiner Zentrale telefonieren. Unser Hotel ist mittlerweile voll und wir disponieren auf das Chillout Hostel um. Hier gibt es noch ein 6 Mann Dorm für 11 EUR pro Person. Perfekt.

Das Hostel ist direkt gegenüber vom Checkpoint, dem TRT Gebäude in Istanbul. Könnte also nicht besser sein. Der Taxifahrer findet die Straße auch nach nur zweimaligem telefonat mit dem Hostel-Rezeptionisten. Danach lassen wir uns im TRT Gebäude die Ankunft in Istanbul bestätigen. Tages-Aufgaben: check!!

Zum Abschluss des Tages, es ist mittlerweile bereits 21:00 Uhr, gehen wir noch essen. Danach teilen wir uns noch kurz auf. Ein Teil fährt mit einem Taxi die Strecke ab, die es morgen auf Zeit zu fahren gilt, der andere Teil widmet sich den Autos. Der Istanbuler Verkehr war etwas viel für den grünen BMW. Der Kühlwasserschlauch hatte sich verabschiedet. Glücklicherweise greift uns aber das pinke Team mit Ersatzteilen unter die Arme. Auch die Benzinleitung leckt ein wenig im Grünen, doch Sven’s Zauberhände lösen auch dieses Problem. Nun werden noch die Autos im Parkhaus auf Pole Position gebracht. Wir stehen unmittelbar an der Ausfahrt.

Danach geht’s ab ins Bett.

 

Fazit: Wirklich angenehmer Tag und erfolgreicher Abschluss der ersten Etappe.

 

 






 

Tag 6: Das Stadtrennen

Wir wachen gegen 07:15 auf. Um 08:00 wollen wir uns zum RTR Gebäude aufmachen. Nach kurzer Dusche und einem Frühstück bei Starbucks hören wir uns die Einführungsrede an. Danach fällt der Startschuss zum Le Mons Start. Alle Teams rennen zu ihren Gefährten. Wir Sportskanonen sind super schnell an den Autos und fahren als erste zur Ausfahrt. Die Parkhauswächter, die uns kurz zuvor noch gesagt hatten, dass wir einfach raus fahren könnten, wollen auf einmal das Ausfahrtsticket haben. 5 Euro lösen das Problem für den Roten, der gelbe und der Grüne fahren einfach durch. Der Start läuft reibungsloser als gedacht. Wir kommen sehr schnell zum ersten Knackpunkt: Der U-Turn. Wir setzen uns fulminant furch und schaffen es sogar, zusammen zu bleiben. Danach geben wir Vollgas und drängen uns durch. Die Route, die uns der Taxifahrer gezeigt hat, ist goldrichtig. Dennoch stecken wir natürlich voll im Verkehr fest, was dem Grünen so gar nicht schmeckt. Er fängt zu qualmen an - Das Kühlwasser wieder. Wir gießen nach und schaffen es, das Auto ambulant durch den Stau zu bekommen. Wir liegen perfekt im Rennen und kommen nach ca 20 Minuten an die entscheidende Kreuzung. Da sich zwischen unsere Autos mittlerweile einige Fremdfahrzeuge gedrängt haben, können wir uns nicht optimal absprechen. 2 Autos passieren die Kreuzung und müssen daher einen Umweg fahren. Dazu hat der Grüne auch noch Temperaturprobleme, die aber glücklicherweise nicht im Desaster enden. Mit dem anderen Auto biegen wir richtig ab und fahren die Einbahnstraße verkehrt herum an. Wir sind eines der letzten Autos, die auf diesem Wege direkt vor die blaue Moschee fahren bevor die Polizei den Weg dicht macht. Das Auto wartet dann einfach ca. eine Stunde auf dem Gehweg direkt vor der blauen Moschee geparkt bis der Rest des Teams ankommt. Die Zeitnahme am Checkpoint notiert die Ankunftszeit 10:10 Uhr.

 

Tag 6: Auf nach Asien

Eine Stunde und 10 Minuten. Das ist noch im Rahmen. Schnell noch ein Foto mit den Autos, dem Team und der Blauen Moschee im Hintergrund gemacht und die Autos noch eine halbe Stunde auf dem Seitenstreifen geparkt und den Grünen etwas auszukühlen und frisches Wasser nachschütten zu können. Danach geht es auf die Fähre in den Asiatischen Teil Istanbuls (auch eine Aufgabe dieses Tages).

 

Tag 6: Fernsehauftritt in Ankara

Von der Fähre aus geht es weiter nach Ankara, wo wir das türkische Lied vortragen werden. Auf dem Weg wird fleißig geübt. Dort gehen wir erst einmal auf die Suche nach dem TRT Sender, was sich ohne Karte etwas schwer darstellt. Also wird wider gefragt. An der Ampel sprechen wir einen Einheimischen an. Er fährt voraus und lotst uns in die richtige Richtung bis wir von der Polizei heraus gewunken werden. Das schlimmste befürchtend fahren wir in die Seitenstraße und erblicken das TRT Gebäude, an dem wir ohne die Hilfe der Polizisten glatt vorbeigefahren wären. Auf dem Parkplatz befinden sich einige Teams, die sich für ihre Performance vorbereiten. Wir postieren unsere Autos. Und winken das Kamera Team zu uns. Vor unseren Rallyeboliden stehend, geben wir unser Lied zum Besten. Die Crowd ist begeistert. Die Dame vom OK gibt uns die volle Punktzahl 100 Punkte.

Sau geil!!!

Dann noch ein paar Stunts vor laufenden Kamera. Wir werden gefragt, einen Donut hinzulegen, den wir dann auch gerne zum Besten geben.

Danach entschließen wir uns, doch noch weiter zu fahren, um am nächsten Tag etwas Luft für die Sonderprüfungen zu haben und reißen noch 300 km runter.

Sehr müde kommen wir kurz vor Kayseri an einem relativ abgelegenen Platz an, an dem wir unser Nachtlager aufschlagen. Ein Feierabendbierchen du das obligatorische Nachtlager-Bild müssen allerdings vor dem zu Bett gehen noch drin sein. Kaum am Eindösen hält uns allerdings noch der Muezzin mit seinen Klängen zur höchst unchristliche Zeit von 03:00 Uhr wach.

 

 



 

Tag 7:

Wir stellen heute keinen Wecker. Um ca. 10:00 Uhr werden wir von der prallen Sonne und der Hitze in den Autos geweckt. Kurze Morgentoilette begleitet von „Guten Morgen Sonnenschein“ und weiter geht’s nach Kayseri. Heute stehen einige Prüfungen an. In Kayseri müssen wir auf dem Markt „Sucuk“ probieren. Es handelt sich hierbei, wie es sich nach kurzem Durchfragen zum Marktplatz herausstellt um eine Art Salami, die auch wirklich gut schmeckt. Wir dokumentieren den Biss in die Wurst mit einem Foto und ziehen nach einem gemütlichen Kaffee und einem Dürüm weiter Richtung Gaziantep. Dort angekommen orientieren wir uns Richtung City Center. Die Aufgabe in dieser Stadt ist es, herauszufinden, welche Stadt die Partnerstadt Gazianteps ist und im Zusammenhang damit ein Foto mit dem der Stadt gewidmeten Denkmal machen.

Tag 7: Gaziantep und der OB

Da wir relativ planlos sind, wenden wir uns an der erstbesten Polizisten, den wir treffen. Er spricht leider keine Fremdsprache und verweist uns an einen Mann im Anzug. Wir werden in ein Gebäude gebeten und trinken Tee mit einem Parteirepräsentanten. Nach einem kurzen Telefonat, fahren wir mit dem Herren im Anzug zum Rathaus. Wir sprechen mit einer Türkin, die fließend schwäbisch schwätzt. Sie sagt uns, dass die Partnerstadt Gazianteps Duisburg ist und sagt, dass es einfacher wäre, wenn wir uns dort vom Rathauschauffeur hinbringen lassen. Gesagt, getan. Wir fahren im klimatisierten Bus zum Duisburg Boulevard und posieren vor der steinernen Tafel. Danach geht’s wieder ins Rathaus. Audienz beim Oberbürgermeister. Wir stellen fest, dass eine Dusche am Morgen und das Wechseln unserer teilweise schon 3 Tage getragenenen Klamotten vorteilhaft gewesen wäre. Aber egal. Nach kurzem Warten, werden wir hereingebeten. Wir stellen uns kurz vor und übergeben ein Regensburg-Bärchen als Gastgeschenk. Danach machen wir einige Fotos. „Wenn ihr noch Zeit habt, könnten wir auch noch eine Stadtbesichtigung machen“ heisst es dann. „Die zeit müssen wir uns nehmen“ sagen wir und steigen wieder in den Bus, nachdem wir uns von der ausgiebig von der Sekretärin verabschiedet haben.

Wir besichtigen alle Sehenswürdigkeiten der Stadt: Die Burg, den botanischen Garten, den Vergnügungspark und einige alte, traditionsreiche Gebäude. Danach sind wir noch auf  Lamacun essen eingeladen. Das Rezept haben wir damit auch im Sack. Wir sind von der Gastfreundschaft absolut überwältigt und sind uns einig: Die Türkei ist als Urlaubsland absolut zu empfehlen!!

 

Tag 7: An der Syrischen Grenze:

Nach kurzem Zwischenstop im Internatcafe fahren wir dann weiter an die Syrische Grenze. Es wurde uns empfohlen dort in der Nacht hinzufahren.

Wir reihen uns erst mal hinten ein, steigen aus und gehen nach vorne. Die anderen Rallyeteilnehmer erklären uns das Prozedere: Es ähnelt seh der Szene aus Asterix und Obelix auf der Suche nach dem Passierschein A38 ;-)

Erst mal Geld wechseln für die Versicherungsgebühr und Bakschisch, also Schmiergeld für die Grenzbeamten. Die Geldpakete werden sogar entsprechend vorbereitet vom Geldwechsler...was n Service!!!

Danach muss man sich für die Versicherung anstellen. 115 EUR Pro Auto muss man abdrücken. Parallel müssen wir allerdings auch schon die Autos weiter nach vorne fahren, um uns gegen die sehr aggressiven Busfahrer zu erwehren. Ein hoffnungsloser Kampf, wenn man zu Zweit versucht drei Autos zu bewegen :-s

Zurück vorne an der Grenze steht als nächstes der erste Check der Papiere (10 EUR Bakschisch an. Hier wird wild in den Pässen herumgestempelt. Dann geht es weiter zum nächsten Häuschen. Papiere für die Autos werden ausgefüllt. Wir stehen in der Schlange und warten. Nach einer halben Stunde zieht der Beamte seine Uniform aus und sitzt im Unterhemd da. Unruhe macht sich breit. Zwei unserer Autos bekommen wir hier noch durch, dann  ist der Block leer und der Beamte packt seine sachen. „I go sleep now“. Wir können es nicht fassen. Wir versuchen den nächsten Schalter. Hier geht es schon ein klein wenig schneller, sogar ohne Trinkgeld. Nun nur noch eine Station, noch mehr Stempel auf dem Zettel der Auto/Einreisepapiere … so genau wissen wir wirklich nicht, was hier alles abgestempelt wird. Mittlerweile wird es auch hell.

Dann kann es los gehen. Wir manövrieren uns durch die noch stehenden Autos und passieren die Grenze. „Welcome Friend“ sagt der letzte Beamte.

Kurz hinter der Grenze beratschlagen wir kurz, was wir nun tun sollen, schließlich haben wir so gut wie gar nicht geschlafen. Drei von uns fühlen sich noch fit und wir fahren direkt nach Salamyha weiter.

 

Tag 8: Salamya

Um ca. 09:00 Uhr kommen wir in Salamyha als zweites Team des Tages an. Wir wurden erst um 11 Uhr erwartet.

Wir laden zunächst unsere Hilfsgüter und Regensburg-Bärchen aus und übergeben diese feierlich an die Kinder. Danach besichtigen wir die Schule für behinderte Kinder. Die Ausstattung

 

 












 

Tag 9: Fünf Minuten Frühstück in Salamyha

 

Tag 9: Palmyra

 

 

















 

Tag 10: Damaskus

Der Schlaf im Beduinenzelt ist wirklich eine Wohltat. Ein Rallye-Kollege eines anderen Teams missbraucht allerdings eines unserer Beduinengewänder als Schlafsack kann ja mal passieren.
Frühstück lassen wir ausfallen. Die Duschmöglichkeiten funktionieren hier eher begrenzt und in Damaskus ist als heutige Aufgabe ohnehin ein Hamam Besuch auf dem Plan. Je früher desto besser, denken wir. Leider fehlt uns wieder der Plan von Damaskus, also steuern wir in Richtung City Center. Auf der dringenden Suche nach Geld und einer Tankstelle, verlieren wir und kurz in der Stadt, was durch das Netz von Einbahnstraßen ohne Wendemöglichkeit doch einige navigatorische Excellenz abverlangt. Daraufhin stellen wir unsere Autos etwa 10 Minuten von der historischen Innenstadt ab und machen uns mit dem Taxi auf den Weg in die Innenstadt. Merkwürdigerweise kostet ein Taxi mit angeschalteten Taxometer 44 Syrische Lira und ein Taxi 150. Hier ist also Vorsicht geboten, stellen wir fest. Das Hamam ist schnell gefunden in der beeindruckend schönen Damaszener Altstadt. Der Hamambesuch erinnert etwas an einen Waschstraßenbesuch, da heute wirklich viel Andrang herrscht. Dennoch werden wir sauber wie noch nie auf dieser Rallye. Ein wirklich entspannender Morgen. Nach dem Hamam suchen wir noch das Letzte Gericht für unser Rezeptbuch und ein Fotogeschäft, das unsere Einwegkamera entwickeln kann. Auch hier können wir uns überraschend schnell durchfragen. Das Mittagessen ist heute mal fürs Auge. Neben einer Grillplatte für den Hunger gibt es einen Salat mit Schafshirn. Ist aber nur fürs Auge, da das glitschige, zwei Minuten in Salzwasser gekochte Hirn wirklich nach gar nichts schmeckt. Danach lassen wir noch die Bilder entwickeln. Es geht wirklich schnell. Leider lassen sich aber nicht alle Bilder entwickeln. Die schlecht beleuchteten Bilder werden allesamt nichts. Daher müssen wir teilweise auf digitale Backups zurückgreifen, die wir aus den Autos holen müssen. Also geht's von der Medienzentrale, die wir in einem Internetcafe aufbauen kurz zu den Autos. Der Taxifahrer – seineszeichens passionierter Gitarrist und Whiskytrinker – ist begeistert, sich mit uns auszutauschen und lädt uns auf die Taxifahrt ein "It is a pleasure know you my friends, welcome to Syria". Wir sind wieder Baff von der Gastfreundschaft. Im Anschluss stellen wir dann unser Lösungs- und Rezeptbuch fertig. Freudig stellen wir fest, dass wir alle Aufgaben mit bravur erledigt haben!! Leen, die wir in Salamiah kennengelernt haben studiert in Damaskus Kunst und holt uns am Abend am Internetshop ab. Sie und ihre Freunde lotsen uns auch gleich zu einem Hotel, das unseren Preisregeln entspricht. Wir holen noch unsere Restlichen Sachen aus den Autos und machen uns frisch. Dann geht es mit unseren Tourguides in die Damaszener Altstadt. Zunächst gehen wir etwas abseits des Zentrums Abendessen bei Bekannten unserer Homies. Total lecker diesmal, obwohl einige von uns das Essen nicht so ganz vertragen, wie sich am Folgetag herausstellt. Danach geht es auf eine Schischa in die mittelalterlichen Gassen der Damaszener Altstadt. Wir unterhalten uns bis spät in die Nacht bis wir in unser Hotel gehen, um vor dem Endspurt noch etwas Schlaf zu bekommen.

Tag 11: Jordanien
Nach gutem Schlaf in einem ordentlichen Bett, machen wir uns früh zu unseren Autos auf. Schon das sechste Taxi erklärt sich bereit, uns für 50 Syrische Lira (ca. 1 EUR) zu unseren Wagen zu fahren. Dann geht es weiter zur jordanischen Grenze. Überraschenderweise werden wir auf der Syrischen Seite sehr schnell durchgewunken. Der Jordanische Part wird freundlicherweise vom OK übernommen, während wir uns zurücklehnen und Softdrinks zu uns nehmen können. In Jordanien gibt es keine weiteren Prüfungen, nur einen vorgegebene Route, die zu bewältigen ist. Alles läuft problemlos. Auf dem Weg essen wir noch beim Ägypter. Saftige Tourie-Preise und beinahe Enthauptung durch die Ventilatoren machen dieses kulinarische Erlebnis aber nicht unbedingt zu einem Highlight. Fast am Ziel werden wir beim Einbruch der Dämmerung von der Straße herunter gelotst. Es geht querfeldein durch die Wüste. Nach einigen Metern werden wir von einem Offroader eines anderen Teams überholt. "Das wird ein Spaß" denken wir und da noch. Als wir die ersten feststeckenden Autos passieren schütteln wir nur den Kopf: "Anfänger". Einen knappen Kilometer weiter ist dann aber auch für uns Ende: Wir stehen im Stau, da vor uns bereits mehrere Autos im tiefen Sand feststecken. Beim Versuch diese zu Umfahren bleibt auch einer unserer Wagen feststecken. Also raus aus dem Auto und schieben, buddeln, Fußmatten unterlegen. Glücklicherweise ziehen uns nach einigem Bemühen Rallyekollegen aus dem Sand und es kann weiter gehen. Man sieht immer weniger und immer mehr feststeckende Autos blockieren den Weg. Wir beschließen, dass wir es unbedingt noch bis zum Ziel schaffen wollen und erschließen die Route zunächst zu Fuß, bevor wir mit den Autos folgen. Nichtsdestotrotz bleibt wieder eines der Autos stecken uns sitzt auch direkt im Sand auf. Wieder geht's raus und wir werkeln diesmal auch mit Wagenhebern. Aber wirklich Abhilfe kann nur ein Audi Quattro schaffen, der die nötige Zugkraft entwickelt um unseren Wüstenkoloss in Bewegung zu setzen. Mittlerweile bieten schon Beduinen mit ihren Offroadern Hilfe für kleiner oder größeres Geld an. 20 JD scheint uns aber etwas überteuert. Ca. eine halbe Stunde nach dem Erscheinen der Beduinen werden diese auch gleich von der Wüstenpolizei vertrieben, die sich im Anschluss bemüht, die Rallyewagen zusammenzutreiben und aus den Untiefen herauszuziehen. Die Wüstenpolizei weis uns dann an zu waten, bis sie alle Wagen gesammelt hat, um dann gemeinsam weiterzufahren. Und weiter geht es durch die Wüste, doch nach nur kurzer Zeit steckt vor uns wieder jemand fest. Da wir auch bremsen müssen wir gleich dazu. Nun scheint es endgültig vorbei zu sein und wir warten auf Verstärkung. Wieder auf die Spur gebracht, fahren wir weiter, bis wir an den nächsten Sammelpunkt kommen. Als die Wüstenpolizei uns diesmal aus der Misere befreit und zum nächsten Sammelpunkt fährt, steigt einer der "Beamten" ein und übernimmt die Fahrt bis zum Camp. Auf dem Weg geschieht aber das unvermeidliche: Einer der auf dem Weg verteilten Felsbrocken ist doch etwas zu groß und zu scharfkantig und schlägt einem unserer Autos die Ölwanne auf. Damit ist für das Auto hier Schluss. Wir müssen umpacken, geben wir zu verstehen, aber als das sich das Auto vor uns in Bewegung setzt, fährt der Kollege ohne Rücksicht auf Verluste los. Zum Glück haben wir drei Autos und können alles in Auto Nummer 3 verladen. Mit dem Gebetskettchen auf die Amatouren tippelnd murmelt unser Fahrer immer wieder "Benzin, Benzin" womit er uns vollkommen aus der Ruhe bringt, während er mit Vollgas über die Wüstenstraßen prescht, bis auch er hängen bleibt. Um uns herum ist zu diesem Zeitpunkt niemand mehr, kein List zu sehen. Er wirkt sichtlich nervös, da auch sein Handyakku leer ist. Wir lassen beinahe die gesamte Luft aus den Reifen und setzen uns wieder ins Auto. Dann beginnt der "Polizist" mit der Kupplung und Gas zu spielen und bringt gekonnt das Auto zum wippen, bis wir tatsächlich aus der Sandfalle entkommen und bis zum Wadi-Rum Camp kommen. Das Auto stinkt bestialisch nach Kupplung, aber wir sind froh als wir und die anderen endlich im Ziel sind. Die Enttäuschung über die absolute Fehlorganisation dieser letzten Etappe sitzt allerdings tief, besonders als uns auch noch gesagt wird, dass auf Grund eines Sandsturms eigentlich niemand in die Wüste hätte fahren sollen und schon gar nicht in der Nacht. Bei ein paar Flaschen internationalen Weines, die nun zum Verzehr freigegeben sind kommen wir von der Höllenfahrt runter, trauern um unser Auto und legen uns einer nach dem anderen schlafen.

Tag 12: Die Letzte Prüfung und die Abreise
Am Morgen raffen wir uns ohne große Umschweife nach auf zur letzten Prüfung auf: Wir fahren zur Kamelrennbahn, wo wir auch sehr schnell an die Reihe kommen. Es gilt, zunächst mit einem Auto einen Parkour bestehend aus einem kurzen Slalom und einem Kreis mit einer Leine in der Hand haltend abzufahren, um danach mit allen Autos so schnell wie möglich um die Kamelrennbahn zu heizen. Diese Prüfung macht sehr viel Spaß und wir sind doch sehr erleichtert, als beide Autos die Schlaglöcher bei ca. 140 km/h wegstecken. Andere Teams haben da weniger Glück und wieder sieht man einige der Rallyewagen auf den umliegenden Parkplätzen mit Achsbrüchen und ähnlichem liegen. Aber das gehört einfach dazu. Im Anschluss an die letzte Prüfung geben wir noch unsere Weinflaschen, die Wasserflaschen, das Pferdefutter, die Bierflaschen, unsere Olivenbäume (ja, sie haben tatsächlich überlebt) und unsere Lösungshefte ab. Nun ist die Rallye vorbei. Wir unterhalten uns noch mit den anderen Teams und machen ein paar abschließende Fotos und Videos. Außerdem holen wir auch noch unseren dritten Wagen aus der Wüste. Den haben über nach noch die Wüstenbeduinen geplündert. Über den Kofferraum wurde eingestiegen. Das einzig wertvolle jedoch, war der Schaltknüppel und die Zusatzscheinwerfer, welche auch fachmännisch entfernt wurden. Unglaublich. Nach einer Dusche geht es dann weiter Richtung Petra, wo wir auch am frühen Abend ankommen. Da es für eine Besichtigung der Anlage etwas spät ist, schlagen wir im erstbesten Hotel Nachtlager auf, nachdem wir noch den Sonnenuntergang von einem von Petra's Hügeln aus genießen. Wir sind alle sehr übermüdet und gönnen uns den Schlaf.

Tag 13: Petra und das Tote Meer
Früh am Morgen begeben wir uns auf Indiana Jones' Fährten. Das Tal und die Tempellandschaft von Petra ist atemberaubend. Wir nehmen uns die Zeit und genießen den Ausblick. Wir sind auch sehr froh, dass wir sehr früh aufgestanden sind, da die Hitze immer unerträglicher wird und immer mehr Tourie – Busladungen in das Tal schwemmen. Auf dem Rückweg stellen wir dann fest, dass es beinahe unmöglich geworden ist noch Fotos zu machen, ohne eine Herde Touristen mit abzulichten. Wieder mal alles richtig gemacht. Nach der Erkundungstour fahren wir Richtung Amman und machen einen Zwischenstopp am toten Meer. Hier werden Touristen gut zur Kasse gebeten 10 JD pro Person, auch wenn man nur mal kurz hinein springen will. Den Biss in diesen sauren Apfel bereuen wir aber nicht, denn dieses Bad ist einfach herrlich. So schweben wir mit Blick auf den Sternenhimmel im toten Meer vor uns her. Einfach toll. Nach ein paar Stunden fahren wir dann weiter nach Amman, wo wir auch schon ein Hotel ins Auge gefasst haben, dass uns freundlicher Weise ein holländisches Pärchen am Parkplatz am toten Meer empfohlen hat. Dort angekommen machen wir uns an die Fertigstellung unserer Postkarten, was bei ca 170 Postkarten eine Abendfüllende Aufgabe darstellt.

Tag 14: Amman
Wir schlafen zum erstem mal aus. Nach einigem Sortieren unserer Sachen, geben wir das erste Auto am Rennaissance Hotel ab. Das ganze läuft mehr oder minder problemlos ab. Das Militäraufgebot um das Hotel herum ist nur wenig amüsiert, als wir mit dem Feuerlöscher in der Hand in unseren siffigen Klamotten das 5 Sterne Hotel betreten wollen. Der Feuerlöscher muss dann wieder ins Auto ;-) Nach einer Stadtbesichtigung –Amman ist übrigens eine wirklich ansprechende, sehr westlich angehauchte Stadt – lassen wir den Abend in der Hotelbar ausklingen. Um 3 Uhr macht sich dann Teil ein des Rallye Teams auf zum Flughafen. Schade, dass das Abenteuer jetzt schon vorbei ist.

 

 

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